VATTENFALL STREBT KOHLENSTOFFFREIE GASKRAFT AN

Europa Wasserdampf statt CO2-Emissionen durch eine Umstellung von Erdgas auf Wasserstoff. Zusammenarbeit mit Statoil und Gasunie gestartet.

Vattenfall und seine niederländische Tochtergesellschaft Nuon arbeiten in einem innovativen Projekt mit dem niederländischen Gasinfrastrukturunternehmen Gasunie und dem norwegischen Ölkonzern Statoil zusammen, um im niederländischen Gaskraftwerk Magnum in Groningen Wasserstoff als Brennstoff einzusetzen.

Mit dem Projekt wird das Ziel verfolgt, einen der drei Blöcke des Kraftwerks bis 2023 auf Wasserstoff umzustellen. Dies könnte für Vattenfall ein bedeutender Schritt zu dem Ziel sein, innerhalb einer Generation zu einem zu 100 Prozent fossilfreien Unternehmen zu werden.

Gaskraftwerke spielen auf dem niederländischen Markt aufgrund ihrer Flexibilität eine bedeutende Rolle bei der Bereitstellung einer zuverlässigen Energieversorgung.

„Die Versorgungssicherheit wird dabei in Zukunft angesichts der größeren Energiemenge, die durch die wetterabhängige Wind- und Solarkraft erzeugt wird, an Bedeutung gewinnen. Gaskraftwerke werden in der Lage sein, in Zukunft die notwendige Flexibilität zu bieten, allerdings unter der Voraussetzung, dass die Kohlendioxidemissionen reduziert werden“, sagt Tuomo Hatakka, Head of Business Area Heat.

Innovatives Projekt
Nuon/Vattenfall, Statoil und Gasunie untersuchen derzeit in einem Einstiegsprojekt die Möglichkeiten einer Nutzung von Wasserstoff als Brennstoff für die Energieerzeugung. In diesem Projekt könnte einer der drei Blöcke im Kraftwerk Magnum in Eemshaven ab 2023 Wasserstoff für die Stromproduktion nutzen. Das Kraftwerk Magnum ist hierfür perfekt geeignet, weil es so geplant wurde, dass es mit verschiedenen Arten von Brennstoffen betrieben werden kann.

In diesem Joint Venture wird sich Statoil um die Produktion von Wasserstoff mittels Umwandlung von Erdgas aus Norwegen in Wasserstoff und Kohlendioxyd kümmern. Das Kohlendioxid wird in einer unterirdischen Anlage vor der norwegischen Küste gelagert werden, wo Statoil bereits seit mehr als 20 Jahren abgeschiedenes Kohlendioxyd aus dem Sleipner-Ölfeld lagert. Erst kürzlich wurde Statoil von der norwegischen Regierung eine neue Konzession hierfür erteilt.

Gasunie wiederum untersucht bei diesem Projekt, wie der Wasserstoff zum Kraftwerk Magnum befördert und dort bei Bedarf temporär gelagert werden kann. Nuon/Vattenfall wird den Wasserstoff schließlich als Brennstoff zur Stromerzeugung nutzen. Das Hauptnebenprodukt der Wasserstoffverbrennung ist Wasserdampf.

Ähnliche Themen