VATTENFALL AUF DER WELTKLIMAKONFERENZ IN BONN VERTRETEN

Bonn Konferenz soll Weg für die Umsetzung des Pariser Abkommens ab 2020 ebnen.

Einmal pro Jahr treffen sich hochrangige Delegierte aus aller Welt zur UN-Weltklimakonferenz. Die 23. Auflage der Veranstaltung (COP 23) findet in diesem Jahr unter Präsidentschaft der Republik Fidschi in Bonn als technischem Gastgeber statt. Wesentliches Ziel ist es, durch Vereinbarungen und Regeln die konkrete Umsetzung des Pariser Abkommens ab 2020 voranzutreiben.

Vattenfall ist auf der COP 23 in Person von Oskar Ahnfelt, Head of Public and Regulatory Affairs, vertreten, der an zwei Podiumsdiskussionen zum Thema Elektromobilität teilnehmen wird. Darüber hinaus wird Erik Filipsson ausgewählte Verhandlungen beobachten.

Abgesehen davon gilt 2017 eher als Übergangsjahr, sodass bei der COP 23 keine neuen wesentlichen Entscheidungen zu erwarten sind.

„Ziel ist die Ausarbeitung einer Art Regelwerk für das Pariser Abkommen, um Fortschritte bei Umsetzung, Berichtssystem, Follow-up und anderen Mechanismen zu erzielen“, sagt Erik Filipsson, Head of Policy for International Climate Questions. Bei der letztjährigen Konferenz in Marrakesch wurde ein ambitionierter Zeitplan für diesen Teil der Arbeit aufgestellt, um die Verhandlungen im nächsten Jahr bei der COP 24 in Polen auf den Weg zu bringen.

Die COP 21 vor zwei Jahren in Paris stellt einen Meilenstein der globalen Klimaaktivitäten dar: Die weltweite Staatengemeinschaft ist übereingekommen, die Erderwärmung auf unter 2 Grad Celsius zu begrenzen. Dies soll durch quantitative Emissionsziele erreicht werden, die von allen Ländern aufgestellt werden. Diese Ziele wiederum sollen sukzessive durch einen speziellen Aufsichtsmechanismus verschärft werden, der alle fünf Jahre ausgelöst wird.

Das Pariser Abkommen hat sich als robust erwiesen, was nicht zuletzt bei der COP 22 in Marrakesch vor einem Jahr deutlich wurde: Damals hatten die anderen Nationen ihre ungeteilte Unterstützung bekräftigt, nachdem der zu jenem Zeitpunkt neu gewählte US-Präsident Donald Trump drohte, komplett aus dem Abkommen auszusteigen. Diese Einstellung bestätigte sich dann, als die neue US-Regierung die Ämter übernahm.

Nicaragua und Syrien haben das Pariser Abkommen kürzlich ratifiziert, sodass die USA derzeit das einzige Land der Welt sind, welches das Übereinkommen nicht unterstützt. Bei der aktuellen COP 23 in Bonn liegt das Interesse daher vor allem auf der Frage, welche Rolle die USA bei den Verhandlungen spielen werden. Obwohl das Land an der Weltklimakonferenz teilnimmt, haben US-Vertreter bereits angekündigt, dass sie Neuverhandlungen zugunsten der USA anstreben.

Im Rahmen des Pariser Abkommens sind alle Länder übereingekommen, ihre Emissionsziele zu verschärfen. Das gilt auch für das Ziel der EU, die Kohlendioxidemissionen bis zum Jahr 2030 um mindestens 40 Prozent zu senken. Erst kürzlich hat die europäische Staatengemeinschaft eine Lösung unterbreitet, um die ambitionierten Ziele im Rahmen des europäischen Emissionshandelsystems nach 2020 weiter anzuheben.

„Im nächsten Jahr wird der Weltklimarat IPCC einen wissenschaftlichen Bericht vorlegen. Darin werden wesentliche Aspekte des Aufsichtsmechanismus enthalten sein, der 2018 eingeführt wird. Dazu werden Tausende Klimaexperten des IPCC ein Dokument erarbeiten, aus dem konkret hervorgeht, wie das 1,5-Grad-Ziel erreicht werden könnte. Dieses Ziel ist aus aktueller Sicht eine extreme Herausforderung. Denn die derzeitigen Zielvorgaben, Emissionsprognosen sowie die Tatsache, dass die mittlere globale Temperatur bereits um über 1 Grad Celsius gestiegen ist, lassen das Unterfangen äußerst ambitioniert erscheinen. Nichtsdestotrotz setzt die Weltgemeinschaft alles daran, die Vorgabe zu erreichen“, sagt Erik Filipsson.

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