POWERPEERS - EIN INTERAKTIVER MARKTPLATZ FÜR SELBSTERZEUGTE ENERGIE

NIEDERLANDE Knapp ein Jahr nach seinem Start hat sich Powerpeers zu einem Vorbild für den Übergang zu einem nachhaltigen Energiesystem entwickelt.

Bei seiner Einführung im vergangenen Jahr war Powerpeers der erste digitale, interaktive Marktplatz, auf dem Angebot und Nachfrage für selbsterzeugte Energie zusammenkommen konnten. Ende Juni dieses Jahres wurde die Plattform auf der Eurelectric-Jahrestagung in Portugal präsentiert. 

„Mit unserem Online-Marktplatz für Energie können Kunden laufend überwachen, wie viel Energie sie kaufen, vollständig nachverfolgen, aus welchen nachhaltigen Quellen die bezogene Energie stammt, oder - falls sie selbst Energieanbieter sind - sehen, an wen sie ihren Strom liefern“, erläutert Lars Falch, Director des Vattenfall Tochterunternehmens Powerpeers.

Laut Falch ist Powerpeers nur eines von vielen Beispielen für den Übergang zu einem nachhaltigen Energiesystem. Was Powerpeers jedoch so interessant macht, ist die Technologie, auf der das Konzept basiert. Kunden können selbst entscheiden, von welchen Energiequellen sie grünen Strom beziehen und/oder an wen sie ihren selbsterzeugten Strom liefern möchten. Deshalb ist dieses Start-up-Unternehmen ein konkretes Beispiel dafür, wie der Übergang zu einer Welt ohne fossile Brennstoffe verwirklicht werden kann. Außerdem hat die Organisationsform von Powerpeers als Start-up-Unternehmen mit einer gewissen Distanz zur Muttergesellschaft Interesse auf sich gezogen. 

Auf der Eurelectric-Jahrestagung in Portugal im Juni präsentierte Lars Falch, Director von Powerpeers, den Online-Marktplatz für Energie.

Schwerpunktbereiche
Powerpeers begann 2016 als Start-up . „Wir haben damals verschiedene Ziele definiert. Erstens wollten wir den Übergang zu einem nachhaltigeren Energiesystem zusammen mit Vattenfall und einem Bottom-up-Ansatz beschleunigen. Dazu haben wir Powerpeers auf dem niederländischen Markt als unabhängige Marke mit einem eigenen innovativen Geschäftsmodell vermarktet. Darüber hinaus wollten wir die Technologien hinter Powerpeers weiterentwickeln und die Lizenzen dafür an ausländische Interessenten verkaufen. Heute, nur wenige Monate später, können wir klar sagen, dass wir nach einigen harten Lektionen auf dem richtigen Weg sind.“

Was die Mitarbeiter von Powerpeers überrascht hat, war, dass es zu einem so frühen Zeitpunkt ein so großes Interesse von internationalen Energieunternehmen gab, die selbst einen Powerpeers-Marktplatz einführen wollten. Bis Ende des Jahres hofft Powerpeers, ein Pilotprojekt außerhalb Europas zu starten, bei dem ein Teil der Marktplatz-Technologie unter Lizenz von einem anderen Energieversorger genutzt wird.

Zufriedene Kunden
Umfragen und dem von Powerpeers erhaltenen Feedback zufolge sind auch die Kunden zufrieden: „Unsere Kunden wollen wirklich autark sein und das Gefühl haben, dass sie den Übergang zu einer nachhaltigeren Welt ohne fossile Brennstoffe selbst in der Hand haben“, erklärt Lars Falch. „Wir wollen natürlich wachsen, müssen dies aber schrittweise tun: Wachstum darf nicht die Kundenzufriedenheit beeinträchtigen.“

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