NEUE SOLARSTROMLÖSUNG FÜR VIELE BERLINER MIETER

Deutschland Neben der BHKW-Lösung hat Vattenfall das Haus-Strom-Konzept zur Direktversorgung der Mieter mit Solarstrom entwickelt.

Umweltbewussten Mietern in vielen Berliner Wohnblocks bietet sich jetzt die Möglichkeit, Solarstrom von den eigenen Dächern direkt zu nutzen. Vattenfall hat das Pilotprojekt „Haus-Strom“ auf Solarstrombasis gestartet, bei dem das Unternehmen kostenlos Solarmodule auf den Dächern von Wohnblocks installiert und den erzeugten Strom direkt den Mietern der Gebäude ohne Nutzung des öffentlichen Netzes anbietet. Da rund 85 Prozent der Einwohner Berlins zur Miete wohnen, stellt dieses Angebot für Berliner Mieter und Hauseigentümer eine große Chance dar, zur deutschen Energiewende und zu einer besseren Umwelt beizutragen.

Mitte August dieses Jahres begann die Installation der ersten der gut 600 Quadratmeter Solarmodule mit einer Jahreskapazität von 90.000 kWh. Die Module werden auf drei Wohnblocks im Berliner Ortsteil Halensee installiert, die einem Pensionsfonds gehören.

Die Errichtung der 600 Quadratmeter Solarmodule ist auf gutem Weg. 

Persönlicher Beitrag zur Energiewende
„Viele der großen Wohngebäude gehören Unternehmen, für die es attraktiv sein könnte, ihren Mietern einen nahezu persönlichen Beitrag zur deutschen Energiewende anbieten zu können. Auch wenn es vielleicht günstigere Angebote für ‚grauen‘ Strom auf dem Markt gibt, sind viele Deutsche bei einem fairen Preis bereit, auf ein Produkt mit Strom aus erneuerbaren Energien umzusteigen – vor allem, wenn sie es direkt vom Dach über ihrem Kopf erhalten“, erläutert Projektmanagerin Susanne Manger aus der Produktentwicklungsabteilung der BA Heat von Vattenfall.

Das System ist denkbar einfach: Vattenfall installiert Solarmodule auf dem Dach und einen neuen Zähler für den Hausanschluss, wartet das System während des vereinbarten Zeitraums, kümmert sich um die Stromabrechnung und baut das System danach ohne Verpflichtungen seitens des Hauseigentümers wieder ab. Wenn die Sonne scheint, wird der Solarstrom ohne Einbeziehung des öffentlichen Netzes direkt in die Steckdosen der Mieter geleitet. Wird mehr Strom benötigt, als das Dach liefern kann, wird Strom aus den etwa 125 BHKW bezogen, die Vattenfall in Wohngebäuden betreibt. Die Mieter zahlen denselben Festpreis für den in KWK-Anlagen und den auf dem Dach erzeugten Strom. Wenn die Module auf dem Dach mehr Strom erzeugen, als benötigt wird, wird der Überschuss in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

Ein großer Kran hebt die Solarmodule auf das Dach.

Freie Wahl der Energiequelle
„Es ist ein Anliegen der Bundesregierung, dass die vielen Mieter beispielsweise in Berlin und Hamburg eine Möglichkeit erhalten, sich an der Energiewende zu beteiligen und sich damit zu identifizieren. Deshalb hat sie die Bestimmungen, Gebühren und Steuern vereinfacht, die den Verbrauch von selbsterzeugtem Strom regeln. Darüber hinaus scheint es einen allgemeinen Trend hin zu lokal erzeugter erneuerbarer Energie zu geben und den Wunsch, die Energiequelle frei wählen zu können“, sagt Hanno Balzer, Geschäftsführer von Vattenfall Energy Solutions, der für die Verträge mit Hauseigentümern und den Mietern verantwortlich ist und ursprünglich die Initiative für das neue Konzept ergriffen hat.

„Einer Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zufolge könnten rund 3,8 Millionen deutsche Eigenheime mit lokal erzeugtem Strom versorgt werden. Wir hoffen deshalb, dass viele Hauseigentümer und Mieter das Angebot annehmen, um ihre Dächer gemeinsam mit uns in grüne Kraftwerke zu verwandeln“, so Susanne Manger abschließend.

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