MOORBURG IST EINGEWEIHT

DEUTSCHLAND Acht Jahre nach dem Baubeginn hat nun die offizielle Einweihung des Kraftwerks Moorburg in Hamburg stattgefunden. 

Vattenfalls CEO Magnus Hall hat Moorburg gemeinsam unter anderem mit Tuomo Hatakka, Head of BA Heat, und Olaf Scholz, Hamburgs Bürgermeister, eingeweiht.
Magnus Hall sprach in seiner Rede das Paradoxon an, dass Vattenfall heute in Deutschland ein steinkohlebefeuertes Kraftwerk einweihe, während das Unternehmen gleichzeitig seine Produktion auf ein nachhaltigeres Energieportfolio umstellt und versuche, die deutschen Braunkohlebetriebe zu veräußern.

„Die Klimafrage ist entscheidend und wir suchen nach einem Weg, wie wir unsere Kohlendioxidemissionen verringern können. Wir verfolgen das klare Ziel, die Geschäftstätigkeit auf eine Energieerzeugung mit niedrigen CO2-Emissionen umzustellen. Die Nachhaltigkeit ist dabei der Grundstein unserer neuen Strategie. Daher werden wir in den nächsten Jahren vorrangig in neue Windkraftanlagen investieren. Wir wollen in zehn Jahren einer der größten Erzeuger erneuerbarer Energien in Europa sein.“ 

Ein notwendiger Partner
„Auf den ersten Blick betrachtet passt ein kohlebefeuertes Kraftwerk nicht in dieses Bild. Wir wissen jedoch alle, dass ein Energiesystem nicht über Nacht umgestellt werden kann, sondern es sich dabei um einen langfristigen Prozess handelt. Wir tragen die Verantwortung für die Versorgungssicherheit, auch wenn kein Wind weht oder die Sonne nicht scheint. Daher wird die Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern auch in den kommenden Jahren ein notwendiger Partner der erneuerbaren Energien sein“, erklärt Magnus Hall. 

90 Prozent
Die zwei Kraftwerkblöcke in Moorburg haben eine installierte Gesamtleistung von 1654 Megawatt und können etwa 90 Prozent des Hamburger Strombedarfs decken.

Wenn man damit rechnet, dass Moorburg 7500 Stunden pro Jahr in Betrieb sein wird, ist davon auszugehen, dass das Kraftwerk jährlich zirka 8,7 Millionen Tonnen CO2 freisetzen wird. 

Zuverlässige Versorgung
Der Investitionsbeschluss für Moorburg wurde vor zehn Jahren gefasst, als der Energiemarkt im Vergleich zu heute noch ganz anders aussah.

„Manchmal wurde uns die Frage gestellt, ob wir heute die gleiche Entscheidung treffen würden. Unsere Antwort ist: wahrscheinlich nicht. Das bedeutet aber nicht, dass das Kraftwerk überflüssig ist. Das Gegenteil ist der Fall! Es ist wichtig für Hamburg und seine Kapazität wird zweifellos benötigt, um die Stabilität des Netzes für eine sichere Stromversorgung sicherzustellen. In einigen Jahren, wenn das letzte Kernkraftwerk in Norddeutschland stillgelegt wird, wird Moorburg das einzige Kraftwerk im nördlichen Teil Deutschlands sein, das rund um die Uhr und witterungsunabhängig Strom liefern kann“, so Magnus Hall. 

Fakten über Moorburg

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