FAST EIN HALBES FUSSBALLFELD MEHR ZUR WINDNUTZUNG

DÄnEmark Drei neue Offshore-Windparks von Vattenfall in dänischen Gewässern werden zu den ersten gehören, bei denen eine neu eingeführte 8-MW-Direktantriebsturbine von Siemens Gamesa zum Einsatz kommt.

Mit einem Rotordurchmesser von beeindruckenden 167 Metern werden die Turbinenblätter von Vattenfalls neuen Offshore-Windturbinen in der Nordsee und der Ostsee einen Kreis in die Luft zeichnen, der um 18 Prozent oder fast ein halbes internationales Fußballfeld größer ist als beim Vorgängermodell

Inm Streben, immer effizientere Windturbinen zu erhalten, kommen alle Parameter ins Spiel, wenn Turbinen für kommende Windparks ausgewählt werden. Bei einer der größten Investitionen in erneuerbare Energien in seiner Geschichte, hat sich Vattenfall für eine 8-MW-Turbine von Siemens Gamesa entscheiden. Diese Art Turbine kommt für die  drei neuen Vattenfall Windparks Kriegers Flak in der Ostsee sowie Vesterhav Syd und Nord in der Nordsee zum Einsatz.

Insgesamt 113 neue Windturbinen werden sich zwischen 2020 und 2022 an den Windparks drehen. Zusammen mit dem Windpark Horns Rev 3, den Vattenfall derzeit in der Nordsee errichtet, werden die drei Windparks knapp 1.400 MW neue erneuerbare Energie liefern – genug, um rund 1,5 Millionen dänische Haushalte mit Strom zu versorgen.

Turbinenwahl
Zur Wahl der Turbine erläutert Michael Simmelsgaard, Head of Offshore Wind und Country Manager von Vattenfall in Dänemark:
„Die neue Offshore-Turbine von Siemens Gamesa war einfach die günstigste Wahl auf dem Markt gemessen an den Kosten pro erzeugter Megawattstunde Strom.Wir haben die neueste Version eines Typs ausgewählt, die sich als ein “gutes, robustes Arbeitspferd“ erwiesen hat. Wenn sie ein Auto wäre, würde man sagen, dass sie zuverlässig ist, mit einem soliden Basisdrehmoment und einer hervorragenden Effizienz im täglichen Einsatz.“

„Die neue Turbine besitzt längere Blätter und mit zunehmender Rotorgröße steigt die Energieerzeugung. Die Turbine schöpft einfach mehr Energie aus dem Wind und wir erzielen mehr Energie mit derselben mechanischen Ausrüstung. Dies bedeutet ein Plus von zehn bis zwölf Prozent bei der Jahresproduktion im Vergleich zur selben Turbine mit kürzerem Rotor. Außerdem bringt diese Turbine eine höhere und bessere Leistung bei niedrigen Windgeschwindigkeiten. Eine riesige 20-Megawatt-Turbine ist nicht unbedingt besser, wenn sie nur selten ihr Maximum erreicht“, fährt Simmelsgaard fort.

Seiner Ansicht nach ist all dies gut für das Energiesystem. Die Turbinen produzieren ausgewogener und somit mehr Strom, wenn der Markt ihn benötigt.

„Das bedeutet nicht, dass wir die Herausforderung der Integration von Strom aus Windturbinen in das Energiesystem vollständig gelöst haben. Es muss noch viel mehr Strom für die Bereiche Heizen und Verkehr genutzt werden, ebenso wie Verbindungsleitungen im Ausland. Aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagt Simmelsgaard abschließend.

Innovation durch Kooperation
In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Ritzau Finans betont Markus Tacke, CEO von Siemens Gamesa Renewable Energy, dass die enge Kooperation mit Vattenfall bei der Sicherung des Auftrags für den Windturbinenhersteller eine Rolle gespielt hat.

„Wir haben aus technischer und geschäftlicher Sicht wirklich gut mit Vattenfall zusammengearbeitet, um Vattenfall bei seinem niedrigen Gebot zu unterstützen. Insbesondere im Offshore-Sektor müssen wir Partner unserer Kunden sein, um – Projekt für Projekt – optimale Lösungen zu finden, weil diese mehr beinhalten als nur die Herstellung von Turbinen: Auch die Logistikseite und die Fundamente müssen berücksichtigt werden.“

Dänemarks Übergang zu grüner Energie
Insgesamt investiert Vattenfall zwischen 2016 und 2022 mehr als 20 Milliarden Dänische Kronen in Dänemarks Übergang zu grüner Energie.

„Dies unterstreicht unsere Position als führender Entwickler von Offshore-Windenergie in Dänemark und unser Engagement für Dänemarks Übergang zu grüner Energie“, sagt Simmelsgaard.

Laut der Handelsorganisation Danish Energy werden „Windturbinen in einigen Jahren einen Anteil abdecken, der 60 Prozent des Stromverbrauchs in Dänemark entspricht und einen starken Anstieg im Vergleich zu den 45 Prozent in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 bedeutet. Dies ist zu einem erheblichen Teil den Plänen zuzuschreiben, die Vattenfall im Offshore-, Nearshore- und Onshore-Bereich realisiert.“

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