EIN RIESENSCHRITT FÜR SCHIMMELWARNKRÖTE BUFO

Schweden Eine von Vattenfall entwickelte Kunststoffkröte namens „Bufo“ mit Schimmelwarnfunktion hat beinahe einen Innovationspreis gewonnen, auf jeden Fall aber die Herzen derer, die die Kröte bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt sahen.

Eine Schimmelwarnkröte aus Kunststoff mit dem Namen „Bufo“ kam bei einem Innovationswettbewerb des schwedischen Fernsehsenders Tele2 unter die Top Ten aus insgesamt 72 Einsendungen. Die Kröte wurde in nur wenigen Wochen von Ebba Lindgren von Solution Development Nordic in der BA Customers & Solutions und Pieter Weterings von Product Development in der BA Heat eigens für den Wettbewerb entwickelt.

„Wir haben in erster Linie nicht an dem Wettbewerb teilgenommen, um zu gewinnen. Wir wollten vor allem unser Wissen über die neuartige Netzwerktechnologie ‚LoRa‘ erweitern, ein Niedrigenergie-Weitverkehrsnetz, das im Gegensatz zu normalem WLAN nur sehr wenig Strom benötigt. Mit dieser Technologie betriebene Geräte könnten eine Batterielebensdauer von bis zu zehn bis 15 Jahren erreichen. Der Tele2-Wettbewerb bot die Gelegenheit, ein Netzwerk von persönlichen Kontakten innerhalb der ‚Internet of Things‘-Community in Schweden aufzubauen und zu sehen, welche Nutzungsmöglichkeiten kreative Köpfe für das neue Netzwerk entwickeln könnten“, erläutert Weterings.

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Der Name „Bufo“ geht auf das lateinische Wort für „Kröte“ zurück und klingt in den Sprachen aller Vattenfall Märkte gleich gut.

Warum eine Kröte?
Lindgren und Weterings wollen mit einem einfachen und unkomplizierten Beitrag am Wettbewerb teilnehmen.  Sie entschieden sich für ein Schimmelwarngerät, das jedoch optisch ansprechend und nicht nur eine „langweilige“ technische Lösung sein sollte.

„So kamen wir auf die Idee mit der Kröte. Eine Kröte lebt in feuchten Umgebungen und verbringt einen Teil des Jahres im Winterschlaf. So ist es auch bei unserer Kröte. Sie kann an feuchtigkeits- und schimmelanfälligen Orten wie Keller, Dachboden und sogar einem Gartenhaus aufgestellt werden und mindestens zehn Jahre im Einsatz sein, ohne neue Batterien zu benötigen. Wenn die Feuchtigkeit über ein bestimmtes Niveau ansteigt, ‚quakt‘ sie, indem sie ein Datenpaket sendet, das nach der Verarbeitung in ein ‚SMS-Quaken‘ auf dem Mobiltelefon des Kunden umgewandelt wird“, erklärt Weterings.

Die physische Kröte wurde in der R&D-Abteilung von Vattenfall im schwedischen Älvkarleby auf einem 3D-Drucker entworfen, der normalerweise zum Modellieren von Wasserkraftwerken dient.

Mehr als ein Wettbewerbsbeitrag
„Feuchtigkeit und Schimmel sind für viele Hausbesitzer ein großes Problem“, so Weterings weiter. „In diesem Jahr testen wir bei einigen unserer Kunden in Amsterdam zusammen mit der Stadt Amsterdam und einem niederländischen Telekommunikationsanbieter einen ‚Schimmeldetektor‘. Etwa 70.000 Amsterdamer haben Probleme mit Schimmel und wie bei unseren Angeboten für Stromkunden wollen wir auch unseren Wärmekunden einen Mehrwert bieten.“

Zentraler Bestandteilder Amsterdamer Lösung ist eine konkrete Beratung des Kunden darüber, wie Feuchtigkeitsprobleme gelöst und Schimmel vermieden werden können. Dabei kann es sich um alltägliche Verhaltensweisen handeln, beispielsweise das Lüften im Bad, wenn das Feuchtigkeitsniveau zu lange hoch bleibt, oder das morgendliche Öffnen der Fenster im Schlafzimmer vor der Arbeit für 30 Minuten, um überschüssige Feuchtigkeit zu beseitigen, die sich über Nacht angesammelt hat.

Hat Bufo eine Zukunft?
„Wir hatten eigentlich nicht geplant, Bufo noch weiterzuentwickeln, waren aber von den positiven Reaktionen der Juroren und anderer Teilnehmer auf das optische Erscheinungsbild der Kröte bei dem Tele2-Wettbewerb überrascht. Wir haben bei dem Wettbewerb viel über die zugrundeliegende LoRa-Technologie gelernt und wollen unser Wissen ganz gezielt dazu einsetzen, Probleme unserer Kunden zu lösen. Ob dies aber in Form von Bufo der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Wir sind gespannt auf das Feedback, das wir bekommen”, sagt Weterings abschließend.

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