EIN GUTER START FÜR VATTENFALL

Finanzen Stabiles erstes Quartal mit guter Verfügbarkeit der Kernkraft und wachsendem Kundenstamm.

Dem Bericht von Vattenfall für das erste Quartal ist eine stabile finanzielle Entwicklung und ein positives Ergebnis zu entnehmen, aber auch eine starke Produktion und Verfügbarkeit, vor allem in den schwedischen Kernkraftwerken Ringhals und Forsmark.

„Ich denke, wir haben einen ganz guten Start hingelegt. Wir haben im Bereich der Kernenergie eine gute Produktion vorzuweisen, darüber hinaus wächst unser Kundenstamm; und wir haben durch die Inbetriebnahme neuer Windparks weitere Renewables hinzugewonnen. Es war also insgesamt ein sehr positiver Zeitraum“, sagt Magnus Hall, CEO und Präsident von Vattenfall.

Während des Quartals sind die Nettoumsatzerlöse etwas gesunken, wobei die Stromerzeugung dies wieder aufgefangen hat, vor allem dank der bereits erwähnten hohen Verfügbarkeit der Kernkraft.

Stabile Finanzleistung
Auch wenn sich die rückläufige Entwicklung der Strompreise fortsetzt, verläuft die Entwicklung der grundlegenden Finanzleistung weiterhin stabil, da wesentliche Bereiche der Geschäftstätigkeit nicht primär an die Strompreise gekoppelt sind.

„Während die Strompreise fallen, haben wir andere Business Areas, die zur gleichen Zeit Verbesserungen vorweisen. Beispielsweise Heat und Distribution, und nicht zu vergessen die Entwicklungen bei Wind. Innerhalb des Unternehmens gelingt es uns also, dies auf verschiedene Weise auszugleichen, wodurch wir weniger abhängig vom Strompreis sind. Und das ist Teil des Plans“, erklärt Hall.

Temporäre Einflüsse auf das Ergebnis
Das bereinigte Betriebsergebnis entspricht dem Ergebnis des Vergleichszeitraumes des Vorjahres, also rund 8,3 Milliarden SEK. Das ausgewiesene Ergebnis fällt jedoch niedriger aus, zirka 3,8 Milliarden SEK, vorrangig aufgrund von temporären Einflüssen.

„In diesem Jahr gab es Veränderungen bei den Marktpreisen, was sich teilweise im ausgewiesenen Ergebnis niederschlägt. Bei diesen handelt es sich aber hauptsächlich um temporäre Einflüsse, die sich im Lauf der Zeit wieder ausgleichen werden. Allerdings müssen wir auch weiterhin an unserem strikten Kostenmanagement festhalten“, sagt Stefan Dohler, Vattenfalls CFO.

78 000 neue Kundenverträge
Aus dem ersten Quartalsbericht geht hervor, dass in mehreren Bereichen Fortschritte erzielt wurden.

BA Customers & Solutions ist es gelungen, den Kundenstamm um 78 000 Kundenverträge zu vergrößern. In Stockholm wird Vattenfall künftig in acht „Ladestraßen“ Ladestationen für Elektrofahrzeuge bereitstellen, und in den Niederlanden hat Nuon einen Vertrag über 2500 Ladesäulen gewonnen.

BA Generation profitiert mit gesunkenen Kosten vom schwedischen Energieabkommen, sowohl im Bereich der Kernkraft als auch bei der Wasserkraft. Der Bereich Kernenergie konnte seine Stromerzeugung steigern und erreichte eine Verfügbarkeit von mehr als 98 Prozent, während die Wasserkraftproduktion aufgrund der niedrigen Speicherstände einen Rückgang zu verzeichnen hatte.

Auch BA Wind konnte eine hohe Verfügbarkeit vorweisen: 97,1 Prozent des Produktionsanlagenbestands. Es kamen neue Kapazitäten hinzu, beispielsweise der Windpark Sandbank in der deutschen Nordsee und Pen y Cymoedd und Ray in Großbritannien. Darüber hinaus existieren Pläne zur Ausweitung der Solargeschäfts, primär durch die Installation von Solarmodulen an Windparks.

Die Nettoumsatzerlöse von BA Heat konnten signifikant gesteigert werden, von zirka 8,2 Milliarden SEK auf rund 10,0 Milliarden SEK, hauptsächlich aufgrund von gesteigerten Produktionsvolumina in Deutschland und den Niederlanden.

BA Distribution steigerte die Nettoumsatzerlöse um rund 10 Prozent und plant für 2017 und 2018 Wachstumsinvestitionen in Höhe von 5,6 Milliarden SEK.

Die subventionsfreie Windkraft ist Wirklichkeit geworden
Erst kürzlich resultierte eine Windpark-Auktion darin, dass zwei Energieunternehmen einen Angebotspreis von Null abgegeben haben; das hat nun zur Folge, dass die Offshore-Windparks ganz ohne Subventionen gebaut werden. Und auch wenn Vattenfall keinen der Ausschreibungsverträge gewonnen hat, sieht Magnus Hall dennoch die positiven Effekte.

„Es ist positiv, weil es bedeutet, dass es die Möglichkeit einer neuen subventionsfreien Stromerzeugung aus erneuerbarer Energien gibt, und es wird die Chancen vergrößern, weitere Offshore-Windparks zu bauen, die aus der Perspektive der Allgemeinheit betrachtet oftmals auch weniger problematisch sind.  Es ist aber auch ein Spiel mit den zukünftigen Preiserwartungen, weshalb wir abwarten müssen, ob sich dies in die Strategie von Vattenfall einfügen lässt. Das ist die nächste Frage.“

Alle Informationen über den Geschäftsbericht

Sehen Sie sich das Videointerview mit Magnus Hall und Stefan Dohler an

Ähnliche Themen