EARTH HOUR – ZEHNJÄHRIGES JUBILÄUM UND NEUE PERSPEKTIVEN

Klimawandel Die „Earth Hour“ ist ein 60-minütiges Event, bei dem weltweit alle Lichter ausgeschaltet werden. Mit dieser Botschaft von Privatpersonen, Unternehmen, Institutionen und Städten sollen die Menschen dazu aufgerufen werden, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen.

Die „Earth Hour“ wurde am letzten Samstag, 25. März, von Millionen Menschen weltweit gefeiert. Gleichzeitig war es eine Feier zum zehnjährigen Jubiläum, da der World Wildlife Fund (WWF) den Event zum ersten Mal im Jahr 2007 in Australien veranstaltet hat. Es heißt, dass dies weltweit die größte Klima-Veranstaltung ist, bei der Menschen, Unternehmen und Städte zwischen 20:30 und 21:30 Uhr im Rahmen einer symbolischen Aktion alle Lichter ausschalten.

„Wir wollen dem WWF mit diesem Jubiläum gratulieren. Die „Earth Hour“ ist eine sehr erfolgreiche, sichtbare Bewegung und das Ausschalten der Lichter ist ein starker symbolischer Akt, mit dem sich jeder identifizieren kann. Dadurch wird weltweit der Fokus auf die klimatischen Herausforderungen gelegt.Des Weiteren dient die Veranstaltung als Plattform für weitere Klimamaßnahmen“, erläutert Helle Herk-Hansen, Head of Environment von Vattenfall.

Die Symbolik von „60+“
„Das Logo der Earth Hour ist „60+“. Es symbolisiert die 60 Minuten, in denen die Lichter ausgeschaltet werden und das „+“ steht für all das, was im restlichen Jahr noch erreicht werden kann. Das Ausschalten der Lichter ist ein positives Symbol, um uns daran zu erinnern, dass unsere individuellen Aktionen einen Unterschied bewirken können und wir den Rest des Jahres entsprechend handeln sollten. Es ist wichtig, energieeffizient zu sein und Ressourcen zu sparen, wo immer dies möglich ist.

Demzufolge sollte Elektrizität nicht grundsätzlich als negativ betrachtet werden. Elektrizität, die aus Energiequellen mit geringer Umweltbelastung produziert wird, kann als Wegbereiter zur Reduzierung von Klimaauswirkungen dienen.

Vattenfall hat dabei die klare Absicht, eine führende Kraft bei der Energiewende und Lieferant für klimafreundlichere Lösungen zu sein. Mit anderen Worten bedeutet dies:  8760 Stunden, jedes Jahr zu erfüllen“, erklärt Herk-Hansen. 

Vattenfall und der erweiterte Blickwinkel
Es ist wichtig, daran zu denken, dass ein Anstieg des Stromverbrauchs etwas Positives sein kann, vorausgesetzt, dass dabei ein Schritt weg von den fossilen Energiequellen getätigt wird.

Herk-Hansen erklärt: „Die Kohlenstoffverringerung durch Umstellung von fossilen auf mehr erneuerbare Energiequellen fällt je nach Mix der Produktionsanlagen pro Land unterschiedlich aus.

In Schweden wird nahezu der gesamte Strom aus nicht-fossilen Energiequellen produziert. Hier besteht durch die Elektrifizierung von Bereichen, die fossile Brennstoffe einsetzen, großes Potenzial zur Verbesserung des Klimas. Und auch auf dem europäischen Festland, wo ein größerer Anteil an Energie aus fossilen Brennstoffen erzeugt wird, besteht Potential zur Minderung der CO2-Emissionen durch Elektrifizierung.

Vattenfall arbeitet derzeit zusammen mit dem schwedischen Stahlunternehmen SSAB, der Mineralbergbaugruppe LKAB und dem Biokraftstoffe-Unternehmen Preem an kohlenstoffneutralen Industrieverfahren, indem fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energien und Wasserstoff ersetzt werden. Wenn ein ähnliches Potenzial beim Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien in Zementfabriken möglich ist, können sich die potenziellen Gesamteinsparungen beim CO²-Ausstoß insgesamt auf circa 15 Millionen Tonnen belaufen. Auch Batterien und Stromspeicher spielen eine wichtige Rolle beim Übergang zur Energiegewinnung ohne fossile Brennstoffe, da dadurch der Einsatz der „weniger stabilen“ erneuerbaren Energieressourcen gefördert wird.

Der Transportsektor ist ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende. Zum Beispiel werden in Stockholm und Berlin weitere Ladestationen installiert. Mit der Einführung des Partner-basierten Ladenetzwerks„InCharge“ von Vattenfall, das tausende Ladestationen von verbundenen Unternehmen in Schweden, Deutschland und den Niederlanden zählt, wird es für die Fahrer von Elektrofahrzeugen über eine mobile App einfacher, die am nächsten gelegenen Ladestationen zu finden und zu sehen, wie viele Ladeplätze frei sind. Der Komfort und die Sicherheit, dass einem „der Saft nicht ausgeht“, wird hoffentlich zum Interesse an Elektroautos und deren Nutzbarkeit beitragen. Bei den öffentlichen Verkehrsmitteln nimmt Vattenfall weiterhin an einem Pilotprojekt mit Elektro-Bussen teil, wodurch – neben der Vermeidung von CO² – auch die Luftqualität verbessert und der Lärm in den Städten reduziert werden.

„Genauso wichtig für den Klimaschutz ist natürlich ein bewusster Ansatz beim Energieverbrauch, bei dem wir jegliche unnötige Energieverschwendung vermeiden. Da der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien jedoch täglich zunimmt, wird er eine wichtige Schlüsselrolle bei der Lösung der globalen klimatischen Herausforderungen spielen. Und wir sind stolz darauf, dazu beitragen zu können“, sagt Herk-Hansen abschließend.

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