DER NÄCHSTE SCHRITT HIN ZU FOSSILFREIEM STAHL IN SCHWEDEN

Schweden Vattenfall, SSAB und LKAB gründen Joint-Venture.

Vattenfall hat zusammen mit dem schwedischen Stahlhersteller SSAB und dem Eisenerzproduzenten LKAB ein Joint-Venture-Unternehmen gegründet mit dem Ziel, einen Stahlerzeugungsprozess zu entwickeln, bei dem Wasser statt Kohlendioxid emittiert wird. Die drei Unternehmen werden zu jeweils einem Drittel an dem neuen Unternehmen namens HYBRIT beteiligt sein.

„HYBRIT ist eine sehr wichtige Initiative für SSAB und für ein fossilfreies Schweden bis 2045. Dieses Joint-Venture-Unternehmen wird es uns ermöglichen, durch effektive Zusammenarbeit die Hauptursache von Kohlendioxidemissionen in der Stahlindustrie zu beseitigen“, erklärt Martin Lindqvist, President und CEO von SSAB.

„Unser Joint Venture zur Entwicklung von HYBRIT ist Ausdruck unserer Überzeugung, dass es möglich ist, eine durchweg fossilfreie Produktionskette von der Grube bis zum Stahlwerk zu entwickeln. Wenn uns das gelingt, wird es ein technologischer Durchbruch sein, der einen deutlichen Beitrag zur globalen Begrenzung des Klimawandels leisten kann“, sagt Jan Moström, President und CEO von LKAB.

„Mit diesem Schritt verdeutlichen wir unsere Aktivitäten und Entschlossenheit, Lösungen für das Klimaproblem zu finden. Bei Vattenfall sehen wir, dass der Elektrifizierung der Industrie und klimafreundlichem Wasserstoffgas eine wichtige Rolle zukommt“, erläutert Magnus Hall, President und CEO von Vattenfall.

Im Frühjahr vergangenen Jahres lancierten SSAB, LKAB und Vattenfall eine Initiative zur Lösung des Kohlendioxidproblems in der schwedischen Stahlindustrie. Ziel ist es, als Ersatz für den gegenwärtigen kohle- und koksbasierten Hochofenprozess ein Verfahren auf Basis von Wasserstoffgas zu entwickeln, bei dem Wasser statt Kohlendioxid emittiert wird.

Seit ihrem Start hat die Initiative diverse Unterstützung von der schwedischen Energiebehörde erhalten, darunter Finanzmittel für ein vierjähriges Forschungsprojekt.

Die Initiative ist in drei Phasen unterteilt: eine Vorstudie bis Ende 2017, gefolgt von Forschung und Versuchen in einer Pilotanlage bis 2024. Schließlich sollen bis 2035 Versuche in einer großtechnischen Demonstrationsanlage durchgeführt werden.

Schweden bietet für diese Initiative einzigartige Voraussetzungen. Das Land verfügt über eine spezialisierte und innovative Stahlindustrie, Zugang zu klimafreundlichem und erneuerbarem Strom sowie das qualitativ beste Eisenerz in Europa.

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